Du willst wissen, was dich eine Putzkraft im Monat kostet, bevor du überhaupt buchst? Dann brauchst du keinen versteckten Rechner auf einer Anbieter-Seite, der dir am Ende doch nur eine Telefonnummer abluchst. Du brauchst die Formel dahinter. Und die ist erstaunlich einfach: Es gibt genau drei Modelle, nach denen in Deutschland abgerechnet wird, und für jedes davon kannst du dein Budget in unter einer Minute selbst überschlagen. Was die meisten beim Kalkulieren vergessen: Reinigung ist eine haushaltsnahe Dienstleistung. Du holst dir 20 Prozent der Arbeitskosten über die Steuer zurück, was deine echte Belastung merklich senkt.
In diesem Ratgeber bekommst du den kompletten Rechenweg. Du lernst die drei Preismodelle kennen, rechnest mit echten Beispielen dein monatliches Budget durch und ziehst am Ende den Steuervorteil ab. So weißt du vorab ziemlich genau, was unter dem Strich auf dich zukommt.
Kurzfassung: Deine Reinigungskosten berechnest du mit einer von drei Formeln. Stundenmodell: Stunden mal Stundensatz (24 bis 35 Euro) plus eventuelle Servicegebühr. Quadratmeter-Modell: Wohnfläche mal Quadratmeterpreis (ab 1 Euro). Fixpreis-Modell: ein Pauschalpreis je nach Wohnungsgröße (ab 45 Euro). Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit wöchentlicher Reinigung rechnest du grob mit 200 bis 280 Euro im Monat, abzüglich 20 Prozent Steuervorteil nach Paragraf 35a EStG.
Die drei Preismodelle: Nach was wird abgerechnet?
Bevor du rechnest, musst du wissen, welches Modell dein Anbieter nutzt. Denn die Formel hängt komplett davon ab. In der Praxis der großen Putz-Portale gibt es drei Varianten, und jede hat ihre eigene Logik.
Modell 1: Stundensatz
Das verbreitetste Modell. Du zahlst pro tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde. Die Spanne reicht von rund 24 bis 35 Euro pro Stunde, je nach Anbieter, Stadt und Häufigkeit. Bei Wecasa zahlst du 24,90 Euro für die regelmäßige Reinigung, 26,90 Euro für eine einmalige Reinigung. In diesem Festpreis stecken Anfahrt, Material und Provision bereits drin, eine separate Servicegebühr gibt es nicht. Bei Helpling setzen die Kräfte ihren Stundensatz selbst, der Durchschnitts-Niedrigwert liegt bei 16,90 Euro, in Berlin eher bei 22 Euro, in München um die 27 Euro. Dazu kommen bei Helpling pauschal 2,99 Euro Servicegebühr pro Buchung. Batmaid arbeitet mit festangestelltem Personal und ruft 29 Euro pro Stunde bei wöchentlicher Buchung auf, 34 Euro bei der Einmalreinigung.
Wichtig bei allen drei: Die Mindestbuchung beträgt 2 Stunden. Kürzer geht nicht. Das ist die Untergrenze deiner Kalkulation.
Eine Putzkraft über eine geprüfte Vermittlungsplattform kostet 2026 zwischen rund 24 und 35 Euro pro Stunde. Bei Wecasa zahlst du 24,90 Euro für die regelmäßige Reinigung inklusive Anfahrt und Material, ohne Servicegebühr. Bei Helpling liegt der durchschnittliche Niedrigwert bei 16,90 Euro pro Stunde, je nach Stadt deutlich höher, plus 2,99 Euro Servicegebühr pro Buchung. Batmaid mit festangestelltem Personal ruft 29 Euro pro Stunde bei wöchentlicher Buchung auf. Die Mindestbuchung beträgt überall 2 Stunden.
Modell 2: Preis pro Quadratmeter
Manche Anbieter koppeln den Preis direkt an die Wohnfläche. Du zahlst einen Fixpreis pro Quadratmeter, unabhängig davon, wie lange die Kraft braucht. Bei extraSauber startet die Standardreinigung ab 1 Euro pro Quadratmeter, die Intensivreinigung ab 4 Euro, die Umzugsreinigung ab 2,50 Euro. Der konkrete Preis erscheint erst, nachdem du Postleitzahl, Wohnfläche und Raumanzahl im Buchungsflow eingegeben hast. Der Vorteil: Du kennst den Preis vor der Buchung, das gibt Planungssicherheit.
Modell 3: Fixpreis je Paket
Beim Fixpreis-Modell zahlst du einen Pauschalpreis, der mit der Wohnungsgröße gestaffelt ist. Bei MaidEasy startet ein Paket je nach Stadt ab 45 bis 49 Euro für die kleinste Wohnungskategorie, die regelmäßige Reinigung beginnt bei rund 75 Euro pro Termin, die einmalige ab 84 Euro. Hier rechnest du nicht mit Stunden, sondern wählst schlicht das Paket, das zu deiner Quadratmeterzahl passt. Das ist die einfachste Variante zum Kalkulieren, weil der Preis von vornherein feststeht.
Das hängt von deiner Wohnung ab. Das Stundenmodell ist günstig, wenn deine Wohnung klein ist oder du nur eine leichte Unterhaltsreinigung brauchst, weil du nur die tatsächliche Zeit zahlst. Das Quadratmeter- und das Fixpreis-Modell geben dir Planungssicherheit, weil der Preis vor der Buchung feststeht, und lohnen sich bei größeren Wohnungen oder schwer einschätzbarem Aufwand wie einer Grundreinigung. Am besten rechnest du beide Varianten für deine konkrete Wohnung durch und vergleichst die Summe nach Steuervorteil.
Die Kalkulation Schritt für Schritt
Jetzt wird gerechnet. Egal welches Modell, du gehst immer in vier Schritten vor.
So kalkulierst du in vier Schritten:
- Stundenbedarf schätzen. Eine geübte Kraft schafft bei der Unterhaltsreinigung 30 bis 40 Quadratmeter pro Stunde. Teile deine Wohnfläche durch 35, dann hast du den ungefähren Stundenbedarf. Beispiel: 70 Quadratmeter geteilt durch 35 ergibt 2 Stunden.
- Einzelpreis berechnen. Multipliziere die Stunden mit dem Stundensatz und addiere die Servicegebühr. Oder nimm Quadratmeter mal Quadratmeterpreis. Oder schlicht den Fixpreis deines Pakets.
- Auf den Monat hochrechnen. Multipliziere den Einzelpreis mit der Anzahl der Termine pro Monat. Wöchentlich sind das etwa 4,3 Termine, zweiwöchentlich 2,15.
- Steuervorteil abziehen. Ziehe 20 Prozent der Arbeitskosten ab, das ist dein effektives Budget. Mehr dazu weiter unten.
Die Grundformel für das Stundenmodell lautet also: (Stunden mal Stundensatz plus Servicegebühr) mal Termine pro Monat. Mit dieser Formel kannst du jedes Angebot in Sekunden gegenrechnen. Wenn du beim Stundenbedarf unsicher bist, hilft dir unser Ratgeber zu den Kosten einer Grundreinigung weiter, denn dort schafft eine Kraft nur 10 bis 15 Quadratmeter pro Stunde statt 35.
Für die normale Unterhaltsreinigung rechnest du mit 30 bis 40 Quadratmetern pro Stunde. Eine 50-Quadratmeter-Wohnung schafft eine geübte Kraft also in etwa 1,5 Stunden, eine 70-Quadratmeter-Wohnung in rund 2 Stunden, eine 100-Quadratmeter-Wohnung in etwa 3 Stunden. Da die Mindestbuchung 2 Stunden beträgt, ist das auch die Untergrenze deiner Kalkulation. Bei einer gründlichen Grundreinigung verdoppelt bis verdreifacht sich der Zeitbedarf, weil dort nur 10 bis 15 Quadratmeter pro Stunde geschafft werden.
Rechenbeispiele nach Wohnungsgröße und Häufigkeit
Theorie ist gut, durchgerechnete Beispiele sind besser. Die folgende Tabelle zeigt dir den Preis pro Einzeltermin im Stundenmodell, gerechnet mit einem mittleren Stundensatz von 25 Euro und der jeweils nötigen Stundenzahl. Die Mindestbuchung von 2 Stunden ist dabei berücksichtigt.
| Wohnungsgröße | Stundenbedarf | Preis pro Termin (ca.) |
|---|---|---|
| 1-Zimmer, ca. 40 m² | 2 Stunden (Minimum) | 50 Euro |
| 2-Zimmer, ca. 60 m² | 2 Stunden | 50 Euro |
| 3-Zimmer, ca. 80 m² | 2,5 Stunden | 63 Euro |
| 4-Zimmer, ca. 100 m² | 3 Stunden | 75 Euro |
| Haus, ca. 140 m² | 4 Stunden | 100 Euro |
Die Werte sind Richtwerte mit 25 Euro Stundensatz gerechnet. Liegt dein Anbieter bei 30 Euro, multiplizierst du entsprechend hoch. Bei Helpling kommen pro Termin noch 2,99 Euro Servicegebühr obendrauf, bei Wecasa und Batmaid nicht. Wenn du nicht selbst rechnen willst, übernimmt das der Putzkraft-Finder für dich und zeigt dir passende Anbieter inklusive Preisrahmen für deine Stadt.
Für eine 70-Quadratmeter-Wohnung rechnest du im Stundenmodell mit etwa 2 Stunden pro Termin. Bei einem mittleren Stundensatz von 25 Euro sind das rund 50 Euro pro Reinigung. Bei wöchentlicher Buchung kommst du auf etwa 215 Euro im Monat, bei zweiwöchentlicher auf rund 108 Euro. Davon ziehst du den Steuervorteil von 20 Prozent nach Paragraf 35a EStG ab, sodass deine effektive Belastung niedriger ausfällt. Liegt dein Anbieter über 25 Euro pro Stunde oder erhebt eine Servicegebühr, rechnest du entsprechend nach oben.
Dein monatliches Budget hochrechnen
Der Einzelpreis ist nur die halbe Miete. Was am Monatsende zählt, ist die Summe aller Termine. Die Häufigkeit ist dabei der größte Stellhebel. Ein Monat hat im Schnitt 4,3 Wochen, deshalb rechnest du:
Monatsbudget am Beispiel 70-Quadratmeter-Wohnung (50 Euro pro Termin):
- Wöchentlich: 50 Euro mal 4,3 ergibt rund 215 Euro im Monat
- Alle zwei Wochen: 50 Euro mal 2,15 ergibt rund 108 Euro im Monat
- Einmal im Monat: rund 54 Euro (Einmaltarif liegt meist etwas höher)
Du siehst: Die Häufigkeit verdoppelt oder halbiert dein Budget direkt. Wer Geld sparen will, geht auf einen Zwei-Wochen-Rhythmus statt wöchentlich. Dazu kommt der Tarifunterschied: Die regelmäßige Reinigung ist bei fast allen Anbietern günstiger als die Einmalbuchung. Bei Wecasa zahlst du regelmäßig 24,90 Euro statt 26,90 Euro einmalig, bei Batmaid 29 statt 34 Euro. Ein Abo lohnt sich also doppelt: günstigerer Stundensatz plus Planbarkeit.
Das monatliche Budget hängt vor allem von der Häufigkeit ab. Bei einer 70-Quadratmeter-Wohnung und einem Preis von rund 50 Euro pro Termin zahlst du wöchentlich etwa 215 Euro, alle zwei Wochen rund 108 Euro und einmal im Monat rund 54 Euro. Dazu kommt eine eventuelle Servicegebühr je Termin. Vom Endbetrag ziehst du 20 Prozent Steuervorteil ab. Wer sparen will, wählt einen Zwei-Wochen-Rhythmus und den günstigeren Abo-Tarif statt der teureren Einmalbuchung.
Den Steuervorteil einrechnen
Jetzt kommt der Posten, der deine echte Belastung am stärksten senkt und den fast jeder Online-Rechner unterschlägt. Reinigung im eigenen Haushalt ist eine haushaltsnahe Dienstleistung nach Paragraf 35a EStG. Du darfst 20 Prozent der Arbeitskosten direkt von deiner Steuerschuld abziehen, bis zu 4.000 Euro pro Jahr. Kein Abzug vom zu versteuernden Einkommen, sondern ein direkter Abzug von der Steuer selbst. Volle Wirkung.
Rechnen wir das Monatsbeispiel durch. Bei 215 Euro pro Monat zahlst du im Jahr rund 2.580 Euro. Davon sind 20 Prozent absetzbar, also etwa 516 Euro, die du über die Steuererklärung zurückbekommst. Deine effektive monatliche Belastung sinkt damit von 215 auf rund 172 Euro. Bei zweiwöchentlicher Reinigung sind es statt 108 Euro nur noch rund 86 Euro effektiv.
Zwei Bedingungen, damit der Steuervorteil greift:
- Du brauchst eine Rechnung. Schwarzarbeit ist nicht absetzbar. Nur über eine geprüfte Plattform mit angemeldeten Kräften bekommst du den Beleg, den das Finanzamt sehen will.
- Du musst unbar zahlen. Überweisung oder Kartenzahlung, niemals Bargeld. Bei den Online-Plattformen läuft die Zahlung ohnehin bargeldlos, das erfüllst du automatisch.
Hier liegt der oft übersehene Kostenvorteil der legalen Vermittlung gegenüber der Putzkraft aus dem Bekanntenkreis: Die scheinbar teurere Plattform wird durch den Steuervorteil oft zur günstigeren Variante. Mehr Hintergrund dazu liefert unser großer Kosten-Ratgeber zur Putzfrau.
Du kannst 20 Prozent der Arbeitskosten einer haushaltsnahen Dienstleistung nach Paragraf 35a EStG direkt von deiner Steuerschuld abziehen, maximal 4.000 Euro pro Jahr. Bei 2.580 Euro Jahreskosten für eine wöchentliche Reinigung bekommst du also rund 516 Euro über die Steuererklärung zurück. Voraussetzung sind eine ordentliche Rechnung und die unbare Bezahlung per Überweisung oder Karte. Bei den Online-Plattformen ist beides automatisch erfüllt, weil die Kräfte angemeldet sind und die Zahlung bargeldlos läuft.
Spartipps: So drückst du dein Budget legal
Du musst nicht zur Schwarzarbeit greifen, um beim Reinigungsbudget zu sparen. Die folgenden Hebel wirken ganz legal:
- Den Steuervorteil voll mitnehmen. Hebe jede Rechnung auf und zahle ausnahmslos unbar. Die 20 Prozent nach Paragraf 35a EStG sind der größte Einzelhebel beim Sparen.
- Auf Zwei-Wochen-Rhythmus umstellen. Statt wöchentlich halbiert das dein Monatsbudget fast vollständig. Für viele Haushalte reicht eine gründliche Reinigung alle zwei Wochen völlig aus.
- Den Abo-Tarif statt Einmalbuchung wählen. Die regelmäßige Reinigung ist bei nahezu jedem Anbieter pro Stunde günstiger als die einmalige.
- Beide Preismodelle vergleichen. Rechne Stundenmodell und Fixpreis für deine Wohnung durch. Je nach Größe und Aufwand gewinnt mal das eine, mal das andere.
- Vorarbeit selbst erledigen. Räume vor dem Termin auf. Je weniger die Kraft sortieren muss, desto weniger Stunden zahlst du im Stundenmodell.
- Auf die Servicegebühr achten. Wo eine Buchungsgebühr fällig wird, fällt sie pro Termin an. Bei häufigen Buchungen summiert sich das, ein Anbieter ohne Servicegebühr kann unterm Strich günstiger sein.
Das hängt von deinem Haushalt und deinem Budget ab. Die wöchentliche Reinigung hält die Wohnung dauerhaft sauber, kostet aber rund doppelt so viel wie der Zwei-Wochen-Rhythmus. Für Singles und Paare ohne Kinder reicht eine gründliche Reinigung alle zwei Wochen meist aus und halbiert das Monatsbudget. In größeren Haushalten mit Kindern oder Haustieren ist der wöchentliche Rhythmus oft sinnvoller. Beim Stundensatz gibt es zwischen beiden Frequenzen meist keinen Unterschied, beide laufen über den günstigeren Abo-Tarif.
Fazit: Kalkuliere, bevor du buchst
Du brauchst kein Tool, um dein Reinigungsbudget zu kennen. Mit den drei Formeln hast du jedes Angebot in Sekunden durchgerechnet: Stunden mal Stundensatz plus Gebühr, Quadratmeter mal Quadratmeterpreis oder schlicht den Fixpreis deines Pakets. Multipliziere mit den Terminen pro Monat, ziehe 20 Prozent Steuervorteil ab. So steht dein echtes Budget. Den beworbenen Ab-Preis solltest du dabei immer als Ausgangspunkt sehen, nicht als Endpreis. Rechne immer die volle Summe für deinen konkreten Fall nach Steuer durch.
Wenn du jetzt eine geprüfte Putzkraft mit Versicherung und transparentem Preis suchst, kommst du am schnellsten über die großen Plattformen ans Ziel. Wecasa mit Festpreis ab 24,90 Euro pro Stunde testen, ohne versteckte Servicegebühr und mit Anfahrt sowie Material inklusive, oder eine Putzkraft bei Helpling buchen mit großer Auswahl in über 200 Städten. Du willst erst vergleichen? Der Putz-Portale-Vergleich stellt alle Anbieter mit Preisen und Bewertungen gegenüber, und mit dem Putzkraft-Finder findest du in zwei Minuten den Anbieter, der zu deinem Budget und deiner Stadt passt.
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